Test Namibia 2013

2013 nutzte ich 4 Tage unseres Familienbesuchs in Namiba, um in der Namib meine Wüstentauglichkeit zu testen. Ich wollte wissen, wie es mir mit dem Motorrad auf der Piste geht und vor allem, wie es mir alleine mit mir selbst geht. Das Motorrad war eine geliehene XTZ 660, mit der ich spitze zurechtkam, ein tolles Motorrad. Meine 10-jährige Enduroerfahrung und ein Endurotraining vor dem Trip machte das Eingewöhnen auf Schotter und Sand recht einfach, zumal die Pisten in Namibia eher einfach zu befahren sind.

Für mich ist Namibia durch die häufigen Besuche bei der Familie meiner Partnerin schon fast zur zweiten Heimat geworden. Wäre während der Tour etwas schief gelaufen, wäre binnen 6 Stunden Hilfe vor Ort gewesen. Das machte die Tour dann wirklich zu einem unbeschwerten Test ohne Angst, ein paar Tage in der Wüste zu stranden.  

 

Die Route verlief von Swakopmund durch den Namib-Naukluft Park nach Sossusvlei. Weiter durch die Tirasberge Richtung Lüderitz und dann wieder nordwärts zurück in die Namib. Insgesamt knapp 2000 km in 5 Tagen. Der erste Lerneffekt war, dass Tageslängen von 200 bis maximal 300 km nicht überschritten werden sollten. Immerhin wollte ich ja abends auch noch etwas vom Ankunftsort sehen. 

 

Das Alleine sein auf endlosen Pisten empfand ich als ausgesprochen wohltuend und gar nicht als einsam. Konzentriert auf dem Motorrad zu sitzen, auf die Piste achtend, schaltet meine immer währende Denkmaschine einfach mal ab. Ein Zustand, wie ich ihn sonst nur vom Skifahren oder Klettern kenne. Und ist die Piste leichter zu fahren, genoss ich es, einfach die Gedanken fliegen zu lassen und ohne Limits alles zuzulassen, was mich bewegt - und dann die Gedanken wieder gehen zu lassen. Mir kam oft der Gedanke "wie innen so außen"... freie Weite im Blick und freie Gedanken im Kopf.



Trailer Namibia 2013


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