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Salta - Erholung für Mensch und Maschine

Bitte nicht weiterlesen:
es gibt keine Panne, keinen Unfall, keine superspektakulären Gebirgslandschaften oder Salzseen. Es gibt nur 4 Tage Erholung für Mensch und Maschine zu berichten.

Von San Salvador de Jujuy kann man die 120 km zu unserem nächsten Ziel, Salta, auf der Autobahn fahren. Das machen wir aber natürlich nicht, weil es eine kürzere, nur 80 km lange Strecke durch die Berge gibt. Und die hatte es in sich. Bei unserer Abfahrt mussten wir noch das "Samstag-Morgen-Tankstellen-Spiel" spielen. Ellenlange Schlangen vor den Zapfsäulen! Wir fahren von der falschen Seite in die eigentlichEinbahntankstelle rein und quetschen uns ganz frech direkt an die Zapfsäule. Mal riskieren, was passiert. Hinter uns ca. 10 Autos, die auch tanken wollen. Unter dem Schutz des Helms erwarte ich eigentlich eine Huporgie, aber nichts. Alle ganz entspannt, wir tanken und schwups sind wir wieder on the road. Die freche Aktion hat uns sicher eine halbe Stunde anstehen in den Motorradklamotten bei 30 Grad erspart. Das Sträßchen entpuppt sich als Leckerbissen: kaum zwei Autos schmal, über 60 km feinste Kurvenorgie durch üppigen Wald und entlang eines Sees. Toll! In Salta verlässt uns dann das Glück kurzzeitig. Es ist Samstag und wir wollen einfach kein anständiges Hotel für die nächsten Tage finden. Entweder fensterlose Buzzen oder ausgebucht. Aber oft hat ja alles seinen Sinn, auch wenn wir es nicht erkennen. Ich buche kurzerhand eine ganze Wohnung über Airbnb und die stellt sich als Glücksfall heraus. Erst ein Jahr alt, in einem Hochhaus, 6. Stock mit prima Aussicht und Dachterasse mit Pool. Mit 20 € pro Nase und Nacht auch bezahlbar. Klasse!!

Unser Herbergenglück krönen wir abends in der Altsstadt in einem Grillrestaurant und probieren zum ersten mal hier die berühmten argentinischen Steaks. Was soll ich sagen - ein Hochgenuß und besser, als ich mir das vorgestellt habe! Genial!

Am nächsten Morgen geht es Lars gar nicht gut, er muss heute und den morgigen Tag im Bett bleiben, weil sein Magen/Darm immer noch rumort. Die Riesenportion gestern hat zur Heilung sicher nicht beigetragen. Ich fahre unterdessen die KTM zum örtlichen Händler und lasse die Gabel reparieren, Öl wechseln und die Ventile einstellen. Nach 11.000 km bisher hat die Kati sich das auch verdient. Die zwei Tage ohne Moped ziehen sich trotzdem. Es ist zwar schön zu entschleunigen und die Seele nachkommen zu lassen, aber dass wir jetzt wieder weiterfahren können ist schon prima.