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Santiago erfüllt die Klischees

Santiago hat heute dafür gesorgt, dass einige Klischees erfüllt wurden:
nach einem Kaffee in einer urigen, kleinen Bar gings zur Metro, um zum höchsten Gebäude Südamerikas zu fahren, dem Sky Costanera. Die Linie 1 war wie erwartet auch richtig voll und ich hatte meine Geldbörse in der mit einem Reisverschluss verschlossenen Seitentasche der Daunenjacke. Beim Aussteigen fühlte ich gewohnheitsmäßig dorthin und sie war weg... unglaublich - nix bemerkt in den 5 Minuten. War ich sauer! Am meisten auf mich selbst, da ich die Sicherheit des Reisverschlusses falsch eingeschätzt hatte. Glück im Unglück: es waren nur Bargeld und zwei Kreditkarten drin. Die konnte ich dank meiner Frau sofort in Deutschland sperren lassen. Eine dritte Karte und alle Papiere sind im Zimmer geblieben. Das war mal eine gute Entscheidung! Wenn das alles weg gewesen wäre... ich mag nicht dran denken. Dem verdammten Dieb sei gesagt: soll dich der Blitz beim Scheißen treffen. Ich hoffentlich gibt sowas wie Karma!

Die Aussicht vom Turm entschädigte dann etwas, die war klasse!
Nach dem Glaspalast gings als Kontrastprogramm weiter zum Zentralmarkt, dem "La Vega Central", wo man glaube ich alles kaufen kann, was der Haushalt braucht. In Markthallen, auf Strassen, aus gefüllten Einkaufswagen werden hier Geschäfte gemacht.

Der Hunger wurde dann noch im Restaurant La Terraza gestillt. Ein Prima Tipp der Moppedhiker (www.moppedhiker.de) Danke dafür!

Neben dem Diebstahl haben wir auch noch andere, ziemlich nachdenklich stimmende Dinge erlebt: verkrüppelte Bettler oder ein junges Paar in den Zwanzigern mit ihrer ca. 4 jährigen Tochter, die sich vor ihr eine Crack Pfeife reinzogen.
Jetzt sind wir noch nicht einmal richtig in Südamerika losgezogen, da wird mir schon wieder bewusst, wie privilligiert wir sind. Und wie unwichtig der Verlust von ein paar Euros sind. Auch so ein guter Effekt des Reisens: man wird sich seiner Werte wieder bewusst und schätzt die Dinge mehr, die man hat.