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Endlich! Packen und Routenplanung

 

8.Reisetag, 12.2.2016, Freitag, Blantyre

 

Guido weckt mich um halb sieben. Er fliegt beruflich heute nach Lilongwe und nimmt die ganze Familie mit. So bleibe ich den ganzen Tag alleine und kann mich erholen. Kaffee und Toast geht schon wieder am morgen, die Dusche und Rasieren tun ein übriges, damit ich mich wieder wohler fühle. Den Tag verbringe ich mit lesen, Tagebuch schreiben, einkaufen, und schon mal packen für morgen. Dabei passiert mir wieder was für die “Outtakes”...

 

und das geht so: das Navi wird normalerweise über Kabel geladen, hatte ich ja im letzten Jahr in Namibia installiert. Gestern klappte es auch noch, heute aber nicht mehr...grrr… ein wichtige Funktion ausgefallen, da muss ich nachschauen: also: Sicherung ok? Ja! Bruch in der Verkabelung oder einer Kontaktstelle an Batterie: bedeutet Sitz, Verkleidung und Tank ab. Alles wieder eine nach Sprit stinkende Angelegenheit. Ich kontrolliere also den Kabelverlauf und bemerke...Tusch…. den Schalter am Lenker, den ich extra montiert habe, um die Stromversorgung bei Nichtgebrauch zu unterbrechen, um die Batterie zu schonen. Ist das zu glauben? Ich bin so ein Depp!!! Ich glaube, der fiebrige Durchfall hat mir auch ein paar Gehirnzellen weggebrannt. Oh mein Gott! Ich habe den Schalter vergessen und baue das halbe Moped auseinander. Klasse, ich muss schon selber lachen über so viel Dummheit! Als das dann “repariert” ist, mache ich mich ans Packen und bin erstaunt, wieviel Kram ich wieder dabei habe :-) Guido kommt erst nach 19 Uhr zurück, wir sitzen den letzten Abend noch bei der Tourplanung: Es gibt drei Varianten, um übermorgen in Chimoio zu sein: die Ostvariante über Mocuba mit Tagesziel Caia, das wäre eine schöne Strecke, aber 650 km lang...fällt aus. Dann die Westvariante, 250 km nach Tete, danach 380 km nach Chimoio: langweilige Strecke, viele LKW, nur Teer und Tete soll ein Drecksloch sein. Auch nicht gerade attraktiv. Variante 3: Die Südvariante mit 345 km und über 100 km Schotter und einer Eisenbahnbrücke in Sena über den Zambesi, die nicht für Autos befahrbar ist. Es hat an der Seite aber einen Fußgängerweg, der auch von Mopeds befahren werden kann. Falls das nicht geht, würden allerdings 340 km Umweg anstehen, ein ganzer Tag!! Was ´ ne Entscheidung. Nach Bildern der Brücke aus Google müsste  es gehen, mein afrikaerfahrener Freund meint, da finden sich immer ein paar Leute, die helfen das Moped die Treppen hoch zu hieven… und so entscheide ich mich dann auch für diese Variante. Und gehe die halbe Nacht schwanger damit. Es nervt mich, dass ich mir zeitweise schon wieder ausmale, was schief gehen kann. Ich schlafe unruhig und bin hin und her gerissen zwischen Freude, dass es nun endlich wieder on the road geht und Bedauern, dass ich Guido und seine Familie verlassen muss.

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