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Reparatur, Klappe die Erste...

 

2. Reisetag, 6.2.2016 Samstag, Blantyre

 

Nach dem gemeinsamen Frühstück beginnen wir mit der Reparatur und dem Einbbau der neuen Nockenwelle. Zwischendurch gehe ich mit ihm kurz aufs Dach und helfe die Löcher zu reparieren. Guido genießt es, auch mal Gesellschaft zu haben und nicht immer nur alleine rumzuwerkeln. Mir geht es da genauso. Wir haben während der Arbeiten prima Gespräche über das Leben, Gesellschaft, Entwicklung und Ziele...

 

2 Stunden brauchen wir für die Nockenwelle, es geht gut und problemlos und ich bin froh, dass ein Fachmann wie er mir hilft. Es macht Spass, mit ihm zu arbeiten. Zwischendurch zeigt er mir sein Grundstück mit kleinem Wald, Bienenstöcken, Esel, Kuh, Hunden und Katzen, Werkstatt und Garagen. Eine richtige kleine Farm. Selbstredend gibt es auch eine stattliche Sammlung alter Motorräder und Landys. Nervig war nach dem Ventile einstellen der Ölwechsel, das ist bei der KTM eine halbe Operation mit Entlüften, 3 Sieben, zig Schrauben. Ich brauche bis zur Dunkelheit und kann noch keinen Probelauf machen. Noch einen Abend Ungewissheit, ob der Motor wieder sauber läuft. Mist. Abends gibts dann aber zur Belohnung einen schönen Whiskey auf dem Sofa! Wir haben wieder gute Gespräche über Lebensphasen, Kinder, Reisen, Gesundheit, das Leben und arbeiten in Malawi. Es ist toll, so eine fremde Welt so intensiv kennen zu lernen, wobei die Basics, die wirklich wichtigen Dinge, dann doch identisch sind. Hier kreisen die Sorgen halt viel mehr um grundsätzliche Dinge, die für uns absolut selbstverständlich sind: Bildung für die Kinder, Stromversorgung (mal gibts Strom, mal nicht), Müllentsorgung (gibts auch nicht, Müll wird verbrannt!), Sicherheit (Kameras und Zäune) und wirtschaftliche Entwicklung des Landes (gerade extrem Trocken trotz Regenzeit, es droht eine Hungersnot). Am Ende sind die Sorgen von Familienvätern aber doch die gleichen, andere Schwerpunkte zwar, aber im Kern geht es immer um das Wohl der Familie. Das ist wohl auf der ganzen Welt so.

 

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