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Unsere tägliche Panne gib uns heute....

 

14. Reisetag, 18.2.2016
Vilanculos, 10 km

 

Heute fahre ich mit Tom zum Frühstücken in die Stadt, das sind nur 3 km. Wir genießen es, kein Programm zu haben und einfach in den Tag hineinzuleben. Der entspannte Ort ist auch ideal dafür. Es ist einer der ersten afrikanischen Orte, die ich richtig nett finde und in dem ich mich so richtig wohl fühle. Auf der Rückfahrt lässt dann meine Kupplung stark nach, der Druckpunkt der hydraulischen Kupplung wird immer weicher und als ich am Baobab Tree ankomme, trennt suie gar nicht mehr und der Motor stirbt vor dem Tor ab. Na toll...

Unsere tägliche Panne gib uns heute. Ich habe ja schon länger kein Vertrauen mehr in die KTM, langsam fange ich an, es zu hassen. Kann die Karre nicht mal zwei Wochen am Stück reibungslos funktionieren? Ich schiebe sie auf den Hof und die Schrauberei geht wieder los… Hydraulikflüssigkeit nachfüllen, entlüften, testen. Nix. Tom hilft mir und wir stellen fest, dass der Kupplungsgeberzylinder oben keinerlei Druck mehr aufbaut. Wahrscheinlich sind die Dichtungen am Druckzylinder verschlissen. Prima! Auf die freudige Nachricht brauche ich erst mal ein Savanna. Wir recherchieren den ganzen Nachmittag, und beschließen in Nelspruit in Südafrika den ersten KTM Händler anzusteuern. Wenn er schon keine Dichtung hat, kann ich vielleicht eine ganz neue Kupplungsarmatur einbauen. Das bedeutet aber auch, dass ich 3 Tagesetappen a 350 km ohne Kupplung fahren muss. Das ist ja während der Fahrt kein Problem, nur das Anhalten und starten wird schwierig, weil mich immer jemand anschieben muss beim Starten. Na ja, wieder ein Kapitel Afrika, dass bei späteren Erzählen schöner ist, als beim Erleben. Das begleitet mich sowieso in diesem und im letzten Jahr: ständig wechseln sich schöne Dinge mit Problemchen ab. Im Hinterkopf bleibt immer ein Zweifel, ob alles gut geht. Sei es Panne, Krankheit, Unfall oder sonst was. Das ist eben der Unterschied zwischen Reisen und durchorganisiertem Urlaub im Hotel. Und es ist für mich eine Herausforderung, mich auf das Schöne zu fokussieren und die “Sorgen” auszublenden.

 

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