· 

Motorrad läuft, Fahrer krank...

 

6./7. Reisetag, 10. und 11.2.2016,
Mittwoch und Donnerstag, Blantyre

 

Am Morgen geben wir uns gleich nach dem Frühstück an den Vergaser, alle Einzelteile zerlegt, gereinigt und wieder zusammengebaut. Ich baue ihn wieder ein und bin um halb zwölf fertig damit - und siehe da: er läuft wieder. Volle Leistung! Guido stellt mir das Benzin/Luftgemisch und den Leerlauf neu ein und sie läuft so gut wie nie. Super! Ich freue mir den Ast ab! Endlich geschafft! Ich habe wieder einen funktionstüchtigen Untersatz! Es wurde aber auch Zeit...

Da es schon Mittag ist, schlägt Guido beim Essen vor, die Tour auf morgen zu verschieben, damit wir den ganzen Tag Zeit haben und keinen Stress, immerhin ist die reine Fahrzeit über 5 Stunden. Ist mir auch recht, dann kann ich in seiner Schreinerwerkstatt ein wenig Holz zuschneiden für sein Weinregal. Er freut sich, dass es an dieser Baustelle weitergeht und ich freue mich, dass ich ein ganz klein wenig zurückgeben kann. Also raus mit den Maschinen und gesägt und gebohrt, gemessen und angepasst. Mir macht es Spass wieder mal mit Holz zu arbeiten, aber ich merke am Nachmittag, dass es mir nicht gut geht. Mir bricht der kalte Schweiß aus und mir ist schlecht, irgendwas habe ich wohl nicht vertragen im Essen. Na toll. Um 18 Uhr muss ich ins Bett, ich kann mich kaum  noch auf den Beinen halten, aber mit schlafen ist nix: Fieber und Magenschmerzen vom Feinsten. Um 22 Uhr reift die Erkenntnis, dass der Magen leer werden muss, also Finger rein in den Hals und raus mit dem Mist,. Ich fühle mich bei derlei Aktionen zwar immer schrecklich, aber danach sind die Magenschmerzen wenigstens besser und ich falle in einen unruhigen Schlaf.
Am nächsten Tag geht es mir nicht besser.

 

Mit der geplanten Motorradtour wird das heute nix. So eine scheiße! Ich bin total enttäuscht, auch für Guido, dass wir nicht fahren können. Er hätte sich auch riesig gefreut. Aber es geht einfach nicht. Außer etwas trinken geht nichts rein und ich bleibe auch den ganzen Tag im Bett und dümple vor mich hin. Ich kann ja noch froh sein, dass das noch hier passiert ist und nicht unterwegs. Wenigstens ist das Fieber weg. Lian kommt heute in Swakopmund an und ich wünschte ich könnte mich dorthin beamen. Ich vermisse die beiden nach einer Woche schon und freue mich darüber :-)  Abends beschließen wir, dass ich noch einen Tag hier bleibe und mich erhole, dann geht es erst am Samstag los nach Chimoio. Thomas ist das auch ganz recht, dann kann er noch einen Tag länger bei seinen Freunden in Johannesburg bleiben.

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0