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Geduld ist nicht meine Stärke...

 

5. Reisetag, 9.2.2016, Dienstag, Blantyre

 

Ein neuer Tag in Blantyre. Guido hatte heute den ganzen Tag zu tun, wir hatten nur noch Zeit einen Kaffee zu trinken, das war´s. Seine Family ist auch wieder weg gewesen, so war ich heute alleine. Ich machte das Motorrad fertig - restliche Teile anbauen, Luft in die Reifen, Navi installieren und dann los. Ein ungewohntes und wunderschönes Gefühl, wieder auf dem Moped zu sitzen. Sie lief schon mal besser als gestern, Leerlauf und Gasannahme, alles ok, aber mehr als 90 km/h ging nicht. Kein richtiger Zug drauf, auch nach dem Tanken mit frischem Sprit nicht. Grrrrr!!!!!!

 

Wahrscheinlich hat Guido doch recht und ich muss den Vergaser reinigen, Mist, ich kann verölte Finger bald nicht mehr riechen. Der afrikanische Linksverkehr ist auch wieder gewöhnungsbedürftig, aber nach 30 min war ich es wieder gewohnt. Selbstredend, dass man hier nach allen vier Seiten 2 mal schaut, wenn man die Richtung wechselt und bei jedem Fahrzeug damit rechnet, dass der Fahrer etwas Unerwartetes tut. Wieder zurück hatte ich Frust - an einer Stelle suppte es Öl (war mit einer nicht angezogenen Schraube erledigt) und die Benzinleitung ist am Hahn undicht. Also das auch noch repariert und dann Vergaser, zum 4. Mal  auseinandernehmen. Er sieht auch ziemlich verklebt aus. Ich möchte das Ding in allen Einzelteilchen aber mit Guido auseinanderschrauben und reinigen. Er hat davon einfach mehr Ahnung. Also Zeit, um sein Weinregal zu bauen. Ich hole schön alle Maschinen aus der Garage, will sie in Betrieb nehmen und dann...no Power. Mal wieder kein Strom! Grrrr…. das ändert sich nicht mehr bis in den Abend, also Zeit einen Kaffee zu trinken, Tagebuch zu schreiben und zu entspannen. Das fällt mir wirklich schwer, weil ich nicht weiß, wie es weitergeht mit dem Moped. Die Ungewissheit ist etwas, womit ich schlecht umgehen kann. Ich bin noch im Deutschlandmodus, noch nicht lange genug in Afrika gewesen :-) Also den Glaubenssatz wieder rausholen: es wird sich alles richten! Die Lösung kommt. Ohne die Panne vom letzten Jahr hätte ich diese tollen Menschen hier nicht kennengelernt! Für morgen planen wir noch eine gemeinsame Motorradtour ins Hinterland, eine reine Graveltour. Das wird ein Spaß! Abends haben sich noch zwei Freunde zum Essen eingeladen: Cameron, der Vorbesitzer des Flugzeugs und Robin, beide Ärzte und Mitte 70 aus England. Ein wunderbarer Abend mit diesen intelligenten und lebenserfahrenen Menschen. Was hier an Erfahrungen am Tisch sitzt, ist der Hammer: der eine mit dem Moped durch ganz Afrika, der andere mit dem Landy um die ganze Welt, Auslandseinsätze als Ärzte...ich komme mir vor, wie ein unerfahrener Junge. Es sind tolle Gespräche über Gesellschaft, Politik, Afrika und Malawi und dessen Probleme. Einfach toll. Ich genieße jede Minute des Abends!

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Kommentare: 3
  • #1

    Lindsy Isreal (Mittwoch, 01 Februar 2017 15:28)


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