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Abschied und Fliegende Navis...

4. Reisetag: 9.2.2015: Namib Grens - Windhoek - Gobabis - Zelda Game Lodge (550 km, davon 250 km Schotter)

 

Ich fahre entspannt und voller Freude Richtung Rehoboth, stehe auf dem Motorrad, Landschaft, Maschine, Wetter...alles passt. Ich fühle mich frei und zufrieden. Dann der Blick auf´s Navi und der Tag ändert sich schlagartig. Es ist weg. Ich halte an, wie kann das passiert sein? Allein die Waschbrettpisten können doch das Navi nicht aus der Verankerung schleudern. Es gibt nur eine logische Erklärung: ich habe die Verankerung beim Abschied von der Familie heute Morgen wohl nicht richtig fixiert, in der Folge ist es dann irgendwo weggeflogen...

Schlagartig fange ich an mich selber zu beschimpfen, wie kann man nur so dämlich sein, und schlimmere innere Dialoge. Noch habe ich Hoffnung es wiederzufinden. 40 km zurück zum Mountain Camp, schön langsam und im Stehen, damit ich die Straße auch gut absuchen kann. Nichts...also wieder zurück und Konzentration auf den Straßengraben. Mit jedem Kilometer stirbt die Hoffnung ein wenig mehr, bis am Abzweig nach Windhoek die bittere Erkenntnis kommt, dass ich ab jetzt ohne Navi fahre. Das Navi war auf den Strecken, die ich alleine fahre schon wie ein Partner geworden. Es sprach als einziger auf dem Motorrad mit mir, sagte mir wie viele Kilometer noch vor mir liegen, wo ich ein Guesthouse finde und viele andere nützliche Dinge. Nun, das kann ich auch alles mit meinen Karten und abends in den Camps online herausbekommen, aber bequemer ist es mit diesem kleinen Teil Technik schon. Warum ärgere ich mich dann so dermaßen über mich? Eigentlich habe ich "nur" ein Stück Bequemlichkeit verloren. Der Verlust der Kamera oder des Telefons hätte mich mehr getroffen. Es ist so eine Mischung aus Ärger wegen der eigenen Schlampigkeit und der Erwartung von Schwierigkeiten ohne Navi. Was also tun? Aus lauter Frust habe ich mich schon auf den Sandpisten zweimal um ein Haar auf die Nase gelegt, weil ich zu schnell und nicht achtsam unterwegs war. Das ist es nun definitiv nicht wert. Also langsamer und die Route zur botswanischen Grenze doch über Teer gewählt. Heute bin ich nicht mehr in Stimmung, 350 km Gravel zu fahren. Und Sorgen machen wegen Schwierigkeiten? Nun, was bedeutet das genau? Nichts anderes, als sich die Zukunft mit Problemen vorzustellen. Das muss ich auch nicht machen, das geht auch anders. Also ausmalen, was es Gutes hat, kein Navi mehr zu haben: ich muss möglicherweise wieder Leute nach dem Weg fragen, was wieder Begegnung und Gespräche möglich macht. Meine Karten geben mir die Informationen ebenso, ich konzentriere mich wieder mehr auf mich und die Straße, statt auf das Display. Na ja, ein wenig hilft´s, aber der Ärger hält doch noch bis abends an. Der Weg von Windhoek bis zur Farm Zelda, kurz vor der botswanischen Grenze, ist unspektakulär und eher von meiner inneren Auseinandersetzung geprägt. Dafür ist die Straße aber ideal: schnurgerade und einsam. Nach der Ankunft auf der Lodge geht´s weiter: ich bin der einzige Gast, keine Ablenkung durch andere Gäste. Zeit, den Blog weiter zu schreiben und die Lieben auf dem neuesten Stand zu bringen.


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Kommentare: 4
  • #1

    Cheyenne Leeks (Samstag, 04 Februar 2017 00:13)


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  • #2

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  • #3

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