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Divundu / Namibia - Livingstone / Sambia

8. Reisetag: 13.2.2015: Divundu - Caprivi - Sambesische Grenze - Livingsstone (530 km Teer)

Es tut uns leid, diese schöne Lodge zu verlassen und überlegen ernsthaft, noch einen Tag hier dran zu hängen. Die Entfernungen lassen uns dann aber doch weiter fahren. Hier werde ich sicher mit Lian nochmal hinfahren. Kurz nach dem Start überqueren wir den Zambesi, ein tolles Erlebnis über diesen gewaltigen und bedeutsamen Strom zu fahren. Der Caprivi ist wie angekündigt eher langweilig. Elefanten begegnen uns keine. Die einzige Unterbrechung ist eine Cola Rast in einem - ja was ist es? Rohbau mit einer Bar und einem Geldspielautomaten. Bizarr! Die Grenzüberquerung bringt uns dann wieder ins reale Leben zurück...

Wir quälten uns durch mehrere Schalter, um die Straßengebühr, CO2-Gebühr, Versicherung und das Visum zu bezahlen. Das Visum in US Dollar, und zwar nur neuen Scheinen, die makellos sind. Die Beamten bringt mich zur Weißglut, als sie den fünften Zwanziger ablehnt, weil der irgendwas hat. Nach 2 Stunden waren wir dann insgesamt 110 € (!) ärmer und durften ins Land. Aber erst nachdem wir draußen am Schlagbaum, nachdem wir wieder losgefahren waren, noch die Zollabwicklung in einer Bude bezahlen mussten und an einem weiteren Posten alle Papiere vom Militär nochmals kontrolliert wurde. Das alles bei 35 Grad. Ich war doch ein wenig sauer und weichgekocht und hoffe, dass die Vic Falls das alles wert sind. Die ersten Kilometer in Sambia machten schlagartig klar, dass dieses Land mit Namibia wenig gemein hat: alles ist dreckiger, einfacher, die Straßen mit Potholes übersät. Das Leben scheint sich hier entlang der Straßen abzuspielen. Unglaublich viele Menschen laufen entlang der Straßen, viele schauen uns wie Exoten an  (sind wir ja auch) und winken. Kurz vor Livingstone bleibt mein Herz wieder stehen: die rote Lampe für die Kühlertemperatur leuchtet mich an. Das kenne ich doch aus Südafrika. Ich stelle das Moped ab und werde sofort von 3 Schaulustigen bei der Reparatur beobachtet. Sie sind aber sehr nett und hätten mir bestimmt auch weiter geholfen, wenn das nötig geworden wäre. Zum Glück war es wieder nur eine Schelle, die abgebrochen war. Genau das Teil, das ich in Südafrika ersetzt hatte. Bis Tom meine Panne bemerkt hat und zurückkommt, hatte ich die Schelle schon ersetzt und Wasser nachgefüllt. Danach sind die ersten Kilometer immer mit dem bangen Blick auf die Anzeige verbunden, es bleibt alles in Ordnung. Erleichterung. Die Polizeikontrollen nehmen deutlich zu, laufen aber fast immer sehr freundlich und manchmal ausgesprochen witzig ab. Die Beamten sind beeindruckt von Thomas 12200er GS und machen Fotos. Meine KTM beachtet keiner. ich kann damit leben. Dank Thomas  Navi finden wir das Tabonina Guesthouse problemlos, obwohl es schon dunkel ist. Das war eine lange Etappe. Wir werden gleich freundlich aufgenommen, lernen die anderen z.T. einheimischen Gäste kennen und saugen alle Informationen über das neue Land auf. Mal sehen, was es uns bringen wird!


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