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Tafelberg privat

Einmal den Tafelberg fast für sich alleine haben. Ein Traum? Ist es auch! Den Sonnenuntergang oben auf dem Plateau gesehen zu haben ist ein "must have" für alle Kapstadtbesucher. Wie man das ohne große Menschenmassen erlebt, erfährst du hier...

Es war mehr oder weniger Zufall. In jedem Reiseführer kann man lesen, dass man auf den Tafelberg fahren sollte, sobald er wolkenfrei ist. Die Wetterlage kann sich am Berg innerhalb von Stunden ändern und wenn man Pech hat, ist während des ganzen Aufenthalts der Berg in Wolken gehüllt.

An dem Mittwoch Mittag an dem wir in Kapstadt ankamen war feinstes Bilderbuchwetter. Keine Wolke weit und breit, also beschlossen wir, sofort auf den Berg zu fahren. Saubere Klamotten an, einmal Dusche und Pool und um 17 Uhr los. Von unserem Guesthouse im Stadtteil Oranjezicht waren das mit dem Motorrad nur 10 Minuten Fahrt. Wohlgemerkt mit dem Motorrad - mir taten die vielen Autofahrer in Ihren Blechkisten leid, die sich die Straßen hochquälten. 


An der Talstation der Bahn erwartete uns gegen 17.15 Uhr dann das gefürchtete Bild: eine ca. 80 m lange Schlange zur Kasse. Wir stellten uns auch brav hinten an und wunderten uns, warum so gar keiner in die Gondeln steigt und nichts vorwärts geht. Also an allen vorbei, ans Kassenhäuschen und mal dumm gestellt und gefragt, was denn los sei. Die Antwort bescherte uns eine Exclusivfahrt nach oben: ab 18 Uhr gelte der Abendtarif, man spare ca. 20 Euro im Vergleich zum Normaltarif der noch bis 18 Uhr gelte. Prima, wir mussten nicht zweimal überlegen: 20 Euro sparen und 1,5 Stunden warten bis man endlich oben ist inmitten von Menschen oder sofort los in einer leeren Gondel. Es war ein spitzen Erlebnis! Wir hatten die Gondel für uns allein, auf dem Plateau herrschte nur mäßiger Betrieb und eine angenehm ruhige Atmosphäre. Magic! Wir hatten die richtige Entscheidung getroffen. Diese eine Stunde voller Ehrfurcht auf diese schöne Stadt herunterblicken hat den Mehrpreis voll gerechtfertigt.

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